NFP Verhütung und die Alternativen

In der Bedürfnispyramide, die der amerikanische Psychologe Abraham Harold Maslow entwickelte, finden sich die verschiedenen menschlichen Bedürfnisse hierarchisch gereiht. Die Theorie, die Maslow begründet hat, besagt, dass wir unsere Bedürfnisse in der Reihenfolge dieser Bedürfnispyramide befriedigen. Haben wir die Wahl zwischen Atemluft und Liebe, dann werden wir uns auf jeden Fall zuerst für das Atmen als Grundbedürfnis entscheiden. Nur wenn diese Grundbedürfnisse gestillt sind, sind weiter oben in der Bedürfnispyramide angesiedelte Bedürfnisse relevant für uns. Die unterste Ebene enthält also die wichtigsten Bedürfnisse, die wir immer zuerst stillen. Hier finden sich die physiologischen Grundbedürfnisse, also das Atmen und das Essen. Zu diesen, wichtigsten und vordringlichsten Bedürfnissen zählt aber auch Sex. Die körperliche Liebe dient den meisten Tieren nur der Fortpflanzung. Trotzdem nehmen viele Tiere große Strapazen und Gefahren auf sich, um Sex zu haben. Beim Menschen sieht das etwas anders aus, aber auch für uns ist Sex ein Grundbedürfnis. Allerdings ist es bei uns selbstverständlich, dass Sex in den meisten Fällen nicht das Ziel hat, Nachkommen zu zeugen. Aus diesem Grund sind verschiedene Verhütungsmethoden im Einsatz. NFP Verhütung ist eine relativ unsichere Methode, für die man einiges an Erfahrung braucht. Andere Alternativen sind sicherer und mit weniger Aufwand vebunden.

Was ist NFP Verhütung

NFP steht für natürliche Familienplanung. NFP Verhütung bezeichnet eine Verhütungsmethode, bei der die fruchtbaren Tage der Frau bestimmt werden. An diesen Tagen wird enthaltsam gelebt. Außerhalb der fruchtbaren Tage ist eine Schwangerschaft ausgeschlossen. Um die fruchtbaren Tage, also die Tage rund um den Eisprung zu ermitteln wird die Basaltemperatur der Frau gemessen. Außerdem wird die Konsistenz des Zervixschleims überprüft. Der Gebärmutterhals, der Zervix, sondern normalerweise einen zähflüssigen Schleim ab, der das Eindringen von Bakterien, aber auch von Spermien verhindert. An den fruchtbaren Tagen wird dieser Zervixschleim flüssiger und lässt sich zu Fäden ziehen. Die Kontrolle der Konsistenz des Zervixschleims und die Temperatur reichen aus, um über die Gefahr einer Schwangerschaft beim Sex zu entscheiden. Hält man sich daran und hat nur an den sicheren Tagen Geschlechtsverkehr, ist die NFP Verhütung eine ausgezeichnete und einfache Methode, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.

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Die Pille bedeutet einen Eingriff in den weiblichen Hormonhaushalt

Verhütung

Das Problem bei der NFP Verhütung ist, dass man laufend die Temperatur der Frau und die Konsistenz des Zervixschleims beobachten muss. Das bedeutet einerseits Aufwand, andererseits eine hohe Konsequenz. Ebenfalls mit hoher Konsequenz muss man sich an die Ergebnisse halten und eben nur dann Sex haben, wenn es sicher ist. Dem gegenüber steht eine Möglichkeit ohne operative Eingriffe, Eingriffe in den Hormonhaushalt der Frau, oder die Verwendung physischer Verhütungsmittel Schwangerschaften zu vermeiden. Die NFP Verhütung ist daher eine sehr sanfte Form der Verhütung. Allerdings ist sie nur für Paare geeignet. Zwar kann eine Frau natürlich auch alleine NFP Verhütung praktizieren, bei wechselnden Partner gibt es aber bessere Alternativen. Weit verbreitet ist die Pille. Ein Hormonpräparat, das den Eisprung der Frau verhindert. Auch die Hormonspirale ist ein beliebtes Verhütungsmittel. Dazu wird die Spirale in der Gebärmutter platziert und gibt für einen sehr langen Zeitraum gleichmäßig Hormone ab. Auch eine Dreimonatsspritze baut auf die Veränderung des Hormonhaushalts der Frau. Eines haben diese weit verbreiteten Verhütungsmethoden allerdings gemeinsam. Sie liegen in erster Linie in der Verantwortung der Frau.

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Kondome sind weit verbreitet und ein sicheres Verhütungsmittel. Trotzdem muss man beim Sex daran denken

Verhütung für den Mann

Als Mann stehen zwei grundsätzliche Verhütungsmethoden zur Auswahl. Das Kondom ist eine beliebte Variante. Es wird über den Penis gestreift und fängt das Ejakulat auf. Ein großer Vorteil dabei ist, dass auch die Übertragung von Geschlechtskrankheiten verhindert wird. Die zweite Variante der Verhütung für den Mann ist eine Vasektomie. Dabei wird operativ der Samenleiter durchtrennt. Im Normalfall hat das keinerlei Auswirkungen auf den Mann. Das Ejakulat verändert sich in Konsistenz, Farbe, Menge und Geschmack nicht. Lediglich die Spermien sind nicht mehr enthalten. Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung. Ein kleiner Schnitt am Hodensack reicht aus um zu den Samensträngen zu kommen. Diese werden durchtrennt und gekürzt. Damit ist der Mann nicht mehr zeugungsfähig. Der Eingriff ist unproblematisch und risikoarm. Spezialisten, wie man sie auf vasektomie-experten.de findet, führen die kleine Operation ambulant durch und übernehmen auch die Vorbereitung und die Nachbetreuung. Insgesamt ist der Aufwand sehr gering. Trotzdem ist eine Vasektomie für viele Männer ein Problem. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um einen Routineeingriff, der nur sehr geringe Risiken birgt.

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Optische Reize spielen bei der Erektion eine große Rolle. Erektionsstörungen haben oft eine psychische Ursache

Vasektomie und Erektionsstörungen

Eine häufige Frage ist, ob eine Vasektomie zu einer Erektionsstörung führen kann. Das ist grundsätzlich, zumindest körperlich, ausgeschlossen. Bei der Vasektomie werden die Samenleiter durchtrennt. Diese spielen bei der Errektion keine Rolle. Der Eingriff erfolgt durch einen kleinen Schnitt am Hodensack. Der Schnitt liegt weit entfernt von Schwellkörpern, Nerven und Muskeln. Es kann allerdings psychische Gründe für Erektionsstörungen nach einer Vasektomie geben. Tatsächlich können starke psychische Belastungen Impotenz auslösen. Belastet die Vasektomie den Mann stark, dann muss gut überlegt werden, ob sie die richtige Verhütungsmethode ist. Treten schon im Vorfeld starke Bedenken und Ängste auf, erhöht das auch das Risiko von Problemen nach der Vasketomie. Körperlich gibt es keine Veränderungen für den Mann. Nach der Druchtrennung der Samenleiter bleibt eine kleine Wunde an den Hoden, die heilen muss. Nach 3 Monaten wird überprüft, ob sich noch Spermien im Ejakulat befinden, oder nicht. Erst wenn diese Untersuchung zeigt, dass keine Samenzellen mehr nachgewiesen werden können, kann man sicher sein, keine Nachkommen mehr zu zeugen.

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Beim Sex sollte die Verhütung nicht an erster Stelle stehen, sondern der Spaß. Eine Methode zu finden, die unbeschwerten Sex ermöglicht, sorgt dafür, dass man den Kopf für andere Dinge frei hat

Die Pille für den Mann

Forschungen rund um die Pille für den Mann sind aktuell eingestellt. Die Idee, ähnlich wie die Anti-Baby-Pille für die Frau, auch ein Präparat für den Mann herzustellen, hat sich als schwer umsetzbar herausgestellt. Injektionen mit Hormonen hatten starke Nebenwirkungen zur Folge. Aus diesem Grund wurden die Forschungen eingestellt. Es bleibt für den Mann also nur das Kondom, oder die Vasektomie, als realistische Verhütungsmethode. Hat man die eigene Familienplanung abgeschlossen, ist die Sterilisation die beste und effizienteste Methode zur Verhütung. Im Vergleich zum Eingriff bei der Frau ist eine Vasektomie unproblematisch. Mit der Strerilisation ist das Thema Verhütung nachhaltig gelöst. In einer Beziehung ist die Sterilisation des Mannes also die beste Alternative zur NFP Verhütung. Bei allen anderen Methoden ist es nötig regelmäßig Maßnahmen zu setzen. Man muss dafür sorgen, dass beispielsweise ausreichend Kondome im Haus sind, oder regelmäßig Rezepte für die Anti-Baby-Pille vom Gynäkologen holen. Bei der NFP Verhütung ist es außerdem notwendig, ein paar Tage enthaltsam zu sein. Verhütung ist ein Thema, mit dem man sich bewußt auseinandersetzen muss. Es gilt die beste Methode für sich, oder für sich und die Partnerin zu finden. Die verschiedenen Alternativen haben mehr, oder weniger Vor- und Nachteile, mit denen man sich kritisch auseinandersetzen muss. Nur wenn man die passende Verhütungsmethode gefunden hat, ist unbeschwerter Sex möglich.

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